Asana

Asana "Haltung" ist nach den Yoga Sutras von Patanjali eine Haltung, in der über einen längeren Zeitraum bewegungslos und angenehm verharrt werden kann, um Meditation zu üben. Im Hatha Yoga werden Asanas benutzt, um die Energiewege und Chakras zu öffnen. Sie dienen dazu eine höhere Bewusstheit zu entwickeln und Körper, Atem und Geist zu harmonisieren.

 

Asana gelten heute als das Wahrzeichen des Yoga. Sie sind Techniken, um körperliche Achtsamkeit, Entspannung und Konzentration zu entwickeln. Ein wesentlicher Aspekt ist die Blockade lösende Wirkung durch systematisches Dehnen, Massieren und Kräftigen des ganzen Körpers.

 

Wissenschaftliche Forschung untermauert die bedeutende Wirkung die Asanas auf die Gesundheitsprävention haben kann. Ihre heilende Kraft wird inzwischen in vielen Bereichen auf professioneller Ebene eingesetzt. Ein weiterer Bereich ist die Anwendung in der Alternativ-, Schulmedizin und Psychosomatik.

 

Die Pawanmuktasana Serie "Wind befreiende Übungen" zählt zu den Grundlagen des Bihar Yoga Systems. Sie wird auch "die Grundschule der Achtsamkeit" genannt. Im Verlauf von 34 Übungen werden alle Gelenke des Körpers berührt, die Verdauung verbessert und Blockaden gelöst. Sie besteht aus drei Gruppen:

  • Antirheumatische Asanas
  • Verdauungsfördernde Asanas
  • Shakti Bandha Asanas "Energieblockaden lösende Übungen"

84 klassische Asanas bilden das Rückgrat des Unterrichts. Sie sind geeignet für Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittene. Diese sind eingeteilt in:

  • streckende, seitwärtsdehnende, drehende, vor- und rückwärtsbeugende sowie Umkehr Asanas
  • Entspannunghaltungen
  • Sitzhaltungen für Meditation

Yoga Nidra

Yoga Nidra "der bewusste Schlaf" ist eine Meditation, Tiefenentspannung und ein Bewusstseinszustand. Durch diese Technik kann eine tiefe mentale und emotionale Entspannung erfahren werden. Systematisch wird erst der ganze Körper und schließlich der Geist von Spannungen befreit. Ursprüngliche Kreativität kann wieder freigesetzt werden. 

 

Nicht wenige Menschen nehmen an, dass sie sich durch eine Tasse Kaffee, einem Buch, einem Film oder Konzertbesuch entspannen. Die Schlafforschung zeigt jedoch, dass dies nur eine oberflächliche Ablenkung ist, die die tieferen Ursachen von Stress nicht auflöst. Die Erfahrung vollkommener Entspannung geht weit darüber hinaus. In diesem Zustand schläft der Körper, das Bewusstsein jedoch ist aktiv.

 

Pranayama

Pranayama "Energieausdehnung" beginnt mit Atemwahrnehmung und –kontrolle. Prana ist die Vitalenergie, gleichbedeutend mit Qi aus der chinesischen Medizin. Ayama bedeutet Ausdehnung. Pranayama ist die Ausdehnung der Vitalenergie. Prana ist der Ursprung für alle Bewegungen im menschlichen Körper.

 

Pranayama bringt das Energienetzwerk des Körpers ins Gleichgewicht. Jede Zelle und jedes Organ wird auf diese Weise mit Prana versorgt. Pranayama dient auch der Erweckung der Chakras, der psychischen Zentren, und als Vorbereitung für Kundalini Yoga.

 

Mudras & Bandhas

Mudras "Siegel" sind Techniken, die Prana im Körper bewahren oder als symbolische Gesten eine subtile Wirkung auf den Energiekörper haben und somit Gedanken und Gefühle beeinflussen.

 

Bandhas "Verschlüsse" sind Energie-Verschlüsse. Sie sammeln Energie in bestimmten Körperbereichen und geben diese wieder frei, um Blockaden zu lösen. Ihre Lenkung wird verwendet, um das spirituelle Erwachen zu unterstützen.

 

Shatkarmas

Shaktkarmas "sechs Übungen" sind eingeteilt in sechs Reinigungsfächer. Sie dienen der Vitalisierung der verschiedenen Körperräume und erzeugen einen neurophysiologischen Reflex, der den Körper in einen ausgeglichenen Zustand versetzt. Sie können große Erleichterung und Wohlbefinden bewirken und dienen der yogischen Hygiene. Zu diesen Fächern gehören:

  • Neti - Reinigung der Nasenwege
  • Nauli - Vitalisierung der Bauchorgane
  • Basti - Reinigung des Enddarms
  • Dhauti - Reinigung des ganzen Darms
  • Kapalbhati - Vitalisierung des Vorderhirns
  • Trataka - Reinigung der Augen durch Fixieren eines Objekts

In der Hatha Yoga Pradipika, einem klassischen Yoga Text, heißt es "Erst wenn alle Nadis von Unreinheiten befreit sind, kannst du erfolgreich Pranayama üben".

 

Meditation

Meditation ist ein Vorgang des sich bewusst werdenden Geistes. Übungen für Pratyahara "Rückzug der Wahrnehmung von den äußeren Sinneseindrücken", Dharana "Konzentration", und Dhyana "Versenkung" aus dem Tantra und Yoga werden gelehrt. Einige der wichtigsten sind:

 

Kaya Sthairyham

Kaya Sthairyham "die Festigkeit des Körpers" ist eine Vorberereitung für die Meditation und eigenständige Übung, in der durch mehrere Stufen in die völlige Bewegungslosigkeit des Körpers geführt wird.

 

Tratak

Tratak "Starren" ist eine klassische Konzentrationsübung, die in Pratyahara mündet. Man starrt auf eine Kerzenflamme, Yantra, Mandala oder alternatives Objekt. Die Erfahrung von Konzentration und Entspannung bildet die Essenz dieser Übung.

 

Antar Mouna

Antar Mouna „Innere Stille“ ist eine tantrische Meditation, die die Aktivitäten des Wachbewusstseins transformiert. Die Wahrnehmung und Loslassen unbewusster Gedanken und Gefühle steht im Mittelpunkt. Der Weg zu tieferen Bewusstseinszuständen wird geebnet.

 

Ajapa Japa

Ajapa Japa "spontanes Chanten eines Mantras" ist eine energetisierende Meditation, in deren Mittelpunkt der Atem in Verbindung mit einem Mantra steht. Eine tiefe Entspannung wird gekoppelt mit der Wahrnehmung auf wichtige psychische Wege.